Daniel
vor 9 Monaten

Carsharing Städteranking 2017

Das Jahr neigt sich langsam aber sicher dem Ende zu - überall leuchten Weihnachtslichter und im Fernsehen kommt ein Jahresrückblick nach dem anderen. Grund genug auch mal Bilanz zu ziehen in Sachen Carsharing. Der Bundesverband CarSharing (bcs) hat auch dieses Jahr wieder mal die Carsharing Nutzung in den verschiedenen Städten verglichen. 


Welche Stadt teilt am meisten

Die wirklichen Carsharing-Experten unter euch wird es nicht sonderlich überraschen, doch so mancher Neuling von Carsharing wird diese Stadt wohl kaum auf Platz 1 vermuten. Wie auch in den vergangenen Jahren, sichert sich Karlsruhe die Pole-Position bei der relativen Dichte von Carsharing. In Karlsruhe kommen auf 1.000 Einwohner 2,71 Carsharing Fahrzeuge und somit wurde der Spitzenplatz nicht nur verteidigt, sondern auch im Zuwachs liegt Karlsruhe vorne. Diese Marktführerschaft von Karlsruhe ist übrigens dem lokalen Platzhirschen "stadtmobil" zu verdanken.

Danach kommt erst einmal ein Weilchen nichts, denn zum zweiten Platz sind es immerhin 1,24 "Autos" Unterschied. Den zweiten Platz belegt dann "Daimler City"-Stuttgart. Hier kommt im Schnitt auf 1.000 Einwohner 1,47 geteilte Fahrzeuge. 

Ab dem zweiten Platz liegt das Teilnehmerfeld dann auch enger beisammen. Hier ist die Übersicht der weiteren Platzierungen des Rankings.

Was hier besonders deutlich wird, auch immer mehr kleinere Großstädte verfügen mittlerweile über eine gut ausgebaute Carsharing Infrastruktur. In den Top-10 des Rankings befinden sich mit Freiburg, Heidelberg, Göttingen und Tübingen somit gleich 4 Städte mit einer Einwohnerzahl unter 250.000 Einwohnern. 

Eine Erklärung dieses Phänomens hat Willi Loose, Geschäftsführer vom Bundesverband Carsharing hierfür auch:

„Dass viele kleinere Großstädte bei der CarSharing-Versorgung führend sind, liegt wesentlich an den mittelständischen Firmen, die dort seit Jahren wirtschaftlich tragfähige CarSharing-Angebote aufgebaut haben. Diese Firmen tragen entscheidend dazu bei, dass Deutschland weltweit als CarSharing-Leitmarkt gilt.“

Keine Relevanz des Systems

Wie geteilt wird, ob im Free-Floating Modus oder allerdings im klassischen stationsbasierten Modell, wie bei Ubeeqo scheint keine Relevanz auf die eigentliche Carsharing Versorgung zu haben. So sind die Städte im Ranking bunt gemischt, obgleich dort nur stationsbasierte Angebote vorhanden sind oder auch Free-Floater vertreten sind. 


Stationsbasiert vs Free-Floater - Aussicht

Viele Deutsche verbinden inzwischen Carsharing oft direkt mit dem Free-Floating-Modell. Dies hängt auch stark mit der Sichtbarkeit der Fahrzeuge zusammen. Free-Floating Autos sieht man in den großen Städten an jeder Straßenecke. Stationen für Carsharing im öffentlichen Raum hingegen sucht man meist vergeblich, diese sind größtenteils auf privaten Stellflächen zu finden, wie zum Beispiel in Parkhäusern oder frei zugänglichen Parkplätzen von Privatpersonen oder Unternehmen.

Dabei können gerade die stationsbasierten Carsharingfahrzeuge wirklich die Autozahl in Städten reduzieren, da diese auch die klassische Nutzung des Autos widerspiegeln. Oder wer von euch hat schon mal sein privates Auto einfach irgendwo in der Stadt abgestellt, ohne es wieder zurückzubringen ? Wahrscheinlich nur in Ausnahmefällen, falls es doch mal ein Glas Bier mehr wurde. 

Um dem jedoch entgegenzuwirken, wurde ein bundesweites Carsharing Gesetz verabschiedet, das am 01. September 2017 in Kraft trat. Darin unter anderem enthalten, eine Regelung, welche den zuständigen Behörden erlaubt, Flächen im öffentlichen Raum zur Sondernutzung freizugeben, sodass Carsharinganbieter dort eine feste Station einrichten können. Der rechtliche Rahmen ist damit eigentlich geklärt, bleibt die Zukunft abzuwarten, was die einzelnen Städte daraus machen. 

Wir hoffen jedenfalls, dass sie das Beste daraus machen und vor jeder Tür bald ein geteiltes Fahrzeug steht - natürlich eins von Ubeeqo ;-).

Falls ihr übrigens noch auf der Suche nach einem geteilten Auto für die Feiertage sein solltet, schaut unbedingt mal hier vorbei. Wir haben gehört, dass fast alle Autovermietungen für die Feiertage keine Autos mehr zur Verfügung haben. Wir haben für euch die Tagespakete im Angebot und ihr könnt bis zu 30% sparen und Benzin & Versicherung sind auch schon drin. 

Quelle: Bundesverband Carsharing


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