Jérôme
vor 9 Monaten

5 Gründe, warum NEW MOBILITY nicht nur ein Hype ist

Was reden nicht alle von New Mobility... Technik-Geeks, Journalisten und urban-trendy Superhipster haben den Begriff schon längst auf dem Schirm. Inzwischen ist die Idee sogar bei uns Normalos angekommen: Das eigene Auto verzichtbar machen durch Sharing-Lösungen. Für die Meisten trotzdem irgendwie mehr Zukunftsmusik als Gegenwart...

Hier 5 gute Gründe, weshalb die Wandlung der Neuen Mobilität vom Nischenprodukt zum Massenphänomen schneller passieren wird als ihr es euch vielleicht vorstellt..


1.  DemograPHIE

Das Auto als Statussymbol? Was für alte Leute! Die Jüngeren unter uns werden darüber nur lachen können. Sicherlich sind Statussymbole an sich kein Auslaufmodell, nur die Form hat sich geändert. Und so tragen die einen sehr offensiv ihr neues Smartphone spazieren, während andere von ihren wirklich deepen Erfahrungen mit Locals auf ihrer sechsmonatigen Weltreise erzählen. Mind-Blowing.

Ein eigenes Auto ist da nun wirklich nicht sonderlich individuell. Besonders junge Leute setzen heute lieber auf Carsharing, wenn sie wirklich mal ein Auto brauchen. Warum auch tausende Euro für einen Wagen zu zahlen, der in Wirklichkeit nur 20 Stunden am Tag auf dem Parkplatz steht? Gibt doch so viel schönere Dinge, die man mit der Kohle anfangen kann...


2. UMWELTSCHUTZ & GESUNDHEIT

Mal wieder im Stau gestanden oder dich über den klassischen "zähfließenden Verkehr" aufgeregt? Geht uns allen so. Weltweit kämpfen Städte mit einer Überlastung der Straßen durch PKWs. Die wiederum treibt die Feinstaubbelastung wie auch die CO²-Bilanz pro Kopf nach oben. Wirklich absurd wird es dann, wenn man überlegt, dass die alleinige Herstellung eines Autos bereits große Mengen CO₂ verursacht. Das im Schnitt 23 Stunden des Tages ungenutzt auf dem Parkplatz steht.

Letztlich haben also gerade die Autos einen negativen Einfluss, die wenig gefahren werden. Weil für diese paar Fahrten locker ein Carsharing-Angebot ausreichen würde. Wie auch immer die Mobilität in ein paar Jahren aussehen wird: das eigene Auto ist ein Auslaufmodell.


3. TECHnISCHER FORTSCHRITT

Moderne Technologie schafft es bereits heute, dass wir mit unseren mobilen Rechnern in der Hosentasche (Smartphone!) Carsharing-Autos suchen und buchen können. Auf E-Autos ist auf vielen Strecken bereits Verlass. Eigentlich krass, oder?

Und die Entwicklung geht rasant weiter: der Mensch ist ein Auslaufmodell, wenn es darum geht ein Auto zu lenken. Da sind sich hippe Internetunternehmen und klassische Autobau-Ingenieure mal einig. Milliardeninvestitionen sorgen dafür, dass der Traum vom autonomen Fahren bald keine Science-Fiction mehr ist: in 8-10 Jahren ist es laut Experten tatsächlich schon so weit. Dann fällt der Faktor Mensch weg und urbane Mobilität wird noch sicherer und effektiver. Und vielleicht fliegen wir ja auch bald in Sharing-Drohnen...


4. Stadtentwicklung

Ungenutzte parkende Autos prägen das Straßenbild unserer Städte. Wie geil wäre es bitte, große Parkplätze zu Kulturzonen zu erklären und einen ganzen Straßenzug für dein Lieblingscafé umzunutzen?! Die Rechnung ist sehr simpel: weniger Autos auf den Straßen, mehr Raum für Lebensqualität! Stadtplaner werden sich die Finger lecken.


5. POLITIScher Wille

Last but not least: Umwelt- und Gesundheitsschutz, Stadtentwicklung und technologische Umsetzbarkeit stehen und fallen mit dem politischen Willen. Politiker wollen Europa im Großen wie im Kleinen in Sachen neue Mobilität fit machen. Gerade erst hat die Bundesregierung z.B. einen Gesetzesentwurf für die Förderung von Carsharing verabschiedet (Carsharinggesetz – 18/11285). Umweltplaketten wurden bereits verteilt und um ein Dieselverbot in Innenstädten wird heftig gestritten...

Ja, abgesehen von einer Hand voll unbeirrbarer Klimaskeptiker ist der politische Ehrgeiz für die Eindämmung der Verkehrsbelastung erkennbar. Viele lokale Verwaltungen haben die Wahnsinns-Chance erkannt, Orte wirklich lebenswerter zu gestalten.


Wie siehst Du die Zukunft der Mobilität?

Selbstfahrende Autos oder gar Drohnen? Öffentlicher Nahverkehr oder private Sharing-Anbieter? Was passiert in 5 Jahren? Was in 10 Jahren?  Wie stellst du dir die Zukunft persönlicher Mobilität vor? Diskutiere mit uns in den Kommentaren!